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Das iPhone kommt jetzt auch mit eSIM-Karte. Was bedeutet das für die Branche?
Das iPhone kommt jetzt auch mit eSIM-Karte. Was bedeutet das für die Branche?
Time icon20 September 2018, 13:09 pm

Das Konzept der eSIM-Karte ist schon seit geraumer Zeit in aller Munde und verspricht, die Mobilität ihrer Nutzer weiter zu erhöhen. Denn bei der „embedded SIM“ handelt es sich um eine fest in das Smartphone verbaute SIM-Karte. Mit dieser kann der Nutzer den Mobilfunktbetreiber schnell und komfortabel wechseln – insbesondere im Ausland eine praktische Möglichkeit, um hohen Roaming-Gebühren zu entgehen. Die Funktionsweise und verschiedenen Nutzervorteile haben wir bereits hier vorgestellt. Großes Problem der eSIM war bisher jedoch, dass es kaum Geräte gab, die den platzsparenden Standard angeboten haben.

Das hat sich nun geändert: Neben den Google Pixel-Geräten und einigen Modellen chinesischer Hersteller schlägt Apple nun mit seinen neusten iPhones die Bresche für die eSIM. Die neuen Geräte sind nicht nur allesamt mit dualSIM ausgerüstet – ein längst überfälliger Schritt –, sondern bieten je nach Land die Option, eine der beiden SIM-Karten als festverbaute Digitalversion zu nutzen. Damit könnte der Durchbruch geschaffen sein. 

 

eSIM wird bisher nur in wenigen Ländern angeboten

Doch die Freude ist getrübt: Bislang bieten die meisten Telefonanbieter weltweit noch gar keine eSIM-Tarife an. Lediglich Österreich, Kanada, Kroatien, Tschechien, Deutschland, Ungarn, Indien, Spanien, Großbritannien und die USA haben zum heutigen Zeitpunkt die Möglichkeit dazu. Aber auch hier hat nicht jeder kleine Anbieter die passenden Tarife im Programm. Entsprechend kann es geschehen, dass die größeren Mobilfunkbetreiber einen noch stärkeren Zulauf erleben könnten, während kleinere Betreiber ins Hintertreffen geraten. 

Die größten Auswirkungen könnten jedoch hinsichtlich der Netzbetreiber-Preispolitik zu Tage treten: Da durch die eSIM-Karte der Provider im Handumdrehen gewechselt werden kann, könnte das den allgemeinen Preiskampf im mobilen Sektor befeuern. Lockangebote und versteckte bzw. nachgelagerte Kosten dürften sich mit der eSIM nicht mehr durchsetzen lassen. Doch ob diese Rechnung aufgeht, wird nur die Zukunft zeigen... 

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