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Spitz’ auf Kant’ – Edge Computing könnte eine Lösung gegen das Bandbreiten-Problem sein
Spitz’ auf Kant’ – Edge Computing könnte eine Lösung gegen das Bandbreiten-Problem sein
Time icon14 September 2018, 10:09 am

Der langsame Breitband-Ausbau und das wachsende IoT haben ein gemeinsames Problem: Die verfügbare Internetbandbreite ist begrenzt, was die Gefahr eines Engpasses bei kritischen Anwendungen erhöht. Zwar wäre ein entsprechender Ausbau in der Theorie eine einfache Lösung, doch praktisch ist das nur selten umsetzbar. Daher sind andere Herangehensweisen notwendig. Eine vielversprechende Variante: Kritische IoT- und VR-Anwendungen von Internet und externen Clouds loslösen und stattdessen on the edge berechnen lassen. Edge Computing könnte damit die Lösung für das Bandbreiten-Problem sein. 

 

Nadelöhr Internetverbindung

Die bisherige Vorgehensweise in Sachen IoT sah meist wie folgt aus: Hochempfindliche Sensoren messen Werte und Bewegungen und schicken diese über das Internet an die angeschlossene Cloud für weitere Berechnungen und zur Echtzeit-Auslese. Stockt die Übertragung aufgrund von Bandbreiten-Engpässen, muss die entsprechende Maschine stehen bleiben oder läuft Gefahr, unkontrolliert zu handeln.

Edge Computing kürzt das ab: Intelligente Router können einfache Berechnungen für die IoT-Sensorik übernehmen und ersparen so den umständlichen Weg in die Cloud. Damit könnte die Edge zum bidirektionalen Kanal werden, der in Echtzeit Daten automatisiert verarbeitet und entsprechende Anweisungen gibt. 

 

Die Zuverlässigkeit des IoT erhöhen

Die Vorteile von Edge Computing liegen auf der Hand: Durch die bessere Verteilung von Lasten werden Antworten zuverlässig ausgespielt bei gleichzeitiger Reduktion der Antwortzeiten. Kurzzeitige Ausfälle von Netz- und Cloudanbietern sind in der Edge unerheblich, denn sie ist davon nicht abhängig. Zudem wird die Datenschutzproblematik deutlich erleichtert; gehen keine Daten aus der Firma heraus, sind keine komplizierten Regelungen zu deren Verarbeitung notwendig. Es werden lediglich die üblichen Sicherheitsmaßnahmen ergriffen.

Schwierig ist jedoch der Weg zum funktionierenden Edge Computing: Dafür muss das Netzwerk „on the edge“ zunächst umfassend konfiguriert und die Edge-Knotenpunkte eingerichtet werden.  Außerdem ist ein Konzept zur Gewährleistung des Dienstes unabdinglich. Eine umfassende Planung sollte der Edge daher vorausgehen. 

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