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Social Media und Apps als Wahlhelfer
Social Media und Apps als Wahlhelfer
Time icon24 August 2017, 11:16 am

Die Bundestagswahl steht vor der Tür und der Wahlkampf tritt in die heiße Phase ein. Neuerdings mit vollem Einsatz dabei: Social Media und das Smartphone. Apps und eigene Programme können inzwischen dazu genutzt werden, Wahlwerbung noch besser an sympathisierende Wähler heranzutragen. Doch stellt sich dabei zunehmend die Frage nach der richtigen Ethik.

 

Haustürwahlkampf per App steuern

Connect17 heißt die App, mit der die CDU bereits die Landtagswahlen in diesem Jahr begleitet hat und im Bundestagswahlkampf einsetzen wird. Sie erstellt aufgrund von Daten der Anwohner spezieller Straßenzüge Potenzialanalysen für den Haustürwahlkampf und empfiehlt so die erfolgsversprechendsten Gegenden.

Über Gamification werden Wahlhelfer zusätzlich motiviert, sich einzubringen. Punkte gibt es für den Haustürwahlkampf, für Unterstützung in den sozialen Medien und für die Registrierung neuer Wahlhelfer in der App. Den eifrigsten Wahlhelfern lockt ein Anruf von Angela Merkel nach dem Wahlkampf.

Größter Vorteil dieser Wahlkampf-Apps ist der direkte Draht zu den Wählern. Versanden andere Aktionen oft spätestens auf der Kreisebene, kann Connect17 durch persönlichen Kontakt und direkte Rückmeldung punkten.

 

Social Media Kampagnen erreichen auch atypische Wähler

Ebenfalls große Unterstützung kann der Wahlkampf durch den Einsatz von Social Media Kampagnen erlangen. Dort werden auch eigentlich parteiferne Wähler erreicht und möglicherweise für die eigenen Themen sensibilisiert.

Doch geschieht dies nicht durch echte Meinungsträger, sondern über sog. Social Bots ist die Grenze zur Wählertäuschung nicht mehr weit. Diese Programme erstellen selbstständig Online-Profile und posten auf Twitter oder Facebook eigene Beiträge, sodass Themen in den Trends erscheinen. Im Wahlkampf von US-Präsident Trump machten Social Bots ein Drittel der für ihn veröffentlichten Tweets aus.

Da der Einsatz von Social Bots kein strafrechtlicher Tatbestand ist, bleibt es eine moralische Frage. CDU, SPD, Grüne, FPD und Linkspartei haben Social Bots bereits im Vorhinein von ihren Wahlkampfstrategien ausgeschlossen. Doch der digitale Wandel wird auch die Wahlprozedur erreichen. Ob es verzerrende Social Bots oder anreichernde Wahlkampfapps sein werden, wird die Zukunft zeigen.

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